Morgen! Am gestrigen Abend habe ich, nachdem ich über André erfuhr, dass Debian 7.1 raus ist, mal meinen vServer geupgraded. Vorher waren noch ein paar andere Schritte seitens meines Hosters notwendig. Da das System mit OpenVZ läuft, wartete ich also deren Update und deren Freigabe ab, um nicht ins Feuer zu laufen und anschließend Experimente wie eine komplette Rücksicherung machen zu müssen. Wären meine Seiten noch länger offline gewesen, wäre das vermutlich fatal für mein Mailpostfach ausgegangen.

Nachdem ich dann von hostingparadise das grüne Licht bekam, fing ich an meine sources.list umzuschreiben:

deb http://nginx.org/packages/stable/debian/ squeeze nginx
deb http://mirror2.hs-esslingen.de/mariadb/repo/5.5/debian squeeze main
deb http://packages.dotdeb.org squeeze-php54 all
deb http://ftp.de.debian.org/debian oldstable main contrib non-free
deb http://ftp.debian.org/debian/ squeeze-updates main contrib non-free
deb http://security.debian.org/ squeeze/updates main contrib non-free

nach

deb http://nginx.org/packages/mainline/debian/ wheezy nginx
deb http://mirror2.hs-esslingen.de/mariadb/repo/5.5/debian wheezy main
deb http://packages.dotdeb.org squeeze-php54 all
deb http://ftp.de.debian.org/debian stable main contrib non-free
deb http://ftp.debian.org/debian/ wheezy-updates main contrib non-free
deb http://security.debian.org/ wheezy/updates main contrib non-free

Hierbei habe ich einfach bei den offiziellen Debian-Repos die Phrase “squeeze” in “wheezy” und “oldstable” in “stable” geändert. Bei den anderen Repos (Nginx, MariaDB etc.) habe ich auf deren Seite nach aktuellen Adressen geschaut – die haben eigentlich immer was vorhanden. An PHP von Dotdeb fehlt es mir noch, für wheezy bietet Guillaume scheinbar aktuell nur den PHP 5.5 Release Candidate an. Und unstable-Software installiere ich nicht, weshalb ich dort die squeeze-Version habe stehen lassen. Das werde ich nachträglich ändern, wenn PHP 5.5 offiziell ist.

Nachdem die sources.list aktualisiert wurde, einfach ein

apt-get update && apt-get dist-upgrade

ausführen.

Für den Fall, dass ihr keine serielle Konsole habt, ist es empfehlenswert den Befehl mit screen, also mittels

screen apt-get update && apt-get dist-upgrade

auszuführen. Das verhindert, dass das Upgrade abreißt wenn SSH im Verlauf des Upgrades neugestartet wird.

Mit

Strg + A + D

wird die Screen-Session in den Hintergrund gelegt.

Mit

screen -r

kann dann die zuvor gestartete Session zurückgeholt werden.

Checkt am besten während des Updates immer mal in die Session rein, ein paar Abfragen (z.B. von phpmyadmin) kommen während des Verlaufs, die bestätigt werden müssen.
Mehr Infos zu Screen gibt es hier.

Nach guten 10 Minuten war mein Upgrade fertig, ich startete die virtuelle Maschine neu und die Sache war fertig. Alles in allem sind nun mein Laptop, mein Datenservierer und der vServer auf Wheezy 7.1 geupgraded worden. Alles ohne weitere Probleme. Nur der FTP-Server auf dem vServer machte gestern noch kurz Stress, aber das wäre auch bei einer Neuinstallation passiert. Unter anderem deshalb verstehe ich nicht, warum so viele Personen in meinem Umkreis komplette Neuinstallationen vorziehen – wohlgemerkt bei Ubuntu und Debian, die mit apt im Handumdrehen aktualisiert sind.

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