Vor einiger Zeit hab ich eine Aufgabe in Angriff genommen, der ich mir schon lange widmen wollte. Es ging darum mal alle selbstgebrannten CDs mit irgendwelchen Sicherungskopien, und davon hab ich eine Menge herumliegen gehabt, zu sammeln, alle Daten einzulesen, diese zu komprimieren und dann auf meinen kleinen Fileserver mit gespiegelten Platten zu verschieben.

Da es viel Arbeit macht, alle Dateien einzeln auszulesen, habe ich mir bei vielen Disks erstmal einen einfachen Weg gebastelt – Images. Ich habe also einfach jede Disk in meinen Laptop geschoben, das komplette Medium in ein Image gewandelt und auf den Server übertragen. Wenn ich etwas komprimieren oder auslesen will, mounte ich das Image einfach und hole mir die Datei(en). Immerhin habe ich so eine 1 zu 1 Kopie und es kann mir nicht passieren, dass ich versteckte Dateien und Verzeichnisse verliere weil ich sie schlicht und ergreifend vergessen einzublenden.

Viele wissen das ich auf meinem Laptop Debian verwende, schon sehr lange und sehr erfolgreich. Jedoch habe ich noch nie ein Brennprogramm gebraucht. Ich habe seit Monaten keine CD mehr gebrannt, mittlerweile installiere ich nur noch per USB-Sticks und die Sache mit optischen Medien mache ich wirklich nur im absoluten Ausnahmezustand – dafür habe ich noch einen externen USB-DVD-Brenner von LG.

Als ich dann Brasero öffnete, mit dem Gedanken, dass ich damit eine Suite finden würde, die zumindest bisschen an Nero rankommt, wunderte es mich doch ein bisschen, als ich keine ISO-Images sichern konnte und zur Auswahl nur .cue und .toc standen. Nach kurzer Recherche dann die Information, dass es dafür, aus welchem Grund auch immer, ein abgegrenztes Paket gibt:

brasero-cdrkit

Nachdem brasero-cdrkit installiert wurde, kann man bei den meisten Disks ISO-Dateien als Zielimage auswählen. Dennoch muss ich bemerken, dass das für mich noch nichts Halbes und nichts Ganzes ist. Ich möchte gerne jede Disk in ein ISO wandeln, ohne Umweg und mit Brasero (vielleicht gibts das schon in einer neuen Version, ich habe ja die mittlerweile schon wieder etwas veraltete von Wheezy).

Jetzt habe ich ausserdem schon fast alle CDs und DVDs eingelesen, werde den Spaß also erstmal nicht mehr brauchen. Selten fallen mir beim Aufräumen noch Nachzügler auf, aber das mache ich dann immer so nach und nach.
Postet gerne Kommentare, letztens hatte ich kurzen Mailverkehr mit “Meillo” aus dem Debianforum, der mir erklärte, dass er Backups auf optischen Datenträgern bevorzugt und kürzlich von CDs zu DVDs gewechselt hat. Solche Konversationen führe ich gerne – die sind unterhaltsam.

4 thoughts on “Brasero unter Squeeze/Wheezy kann nur .cue oder .toc-Images erstellen

  1. Oh das ist das KDE-Programm. Ich habe keine Lust meinen Laptop mit so vielen Anhängigkeiten zuzumüllen. Ich mags eher minimal, danke jedoch für den Tipp.

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